Skip to main content

Bekannte und unbekannte Fußprobleme von der Einschulung bis zum Ausbildungsbeginn

Mit sechs Jahren werden unsere Kinder eingeschult. Sie haben dann den größten Teil des Zahnwechsels hinter sich und der Körper richtet sich auf einen neuen Lebensabschnitt ein. Nun wäre es an der Zeit, dass sich die gesetzlichen Krankenkassen mit den Schulen und Eltern zusammentun, um einen richtigen Schritt in Richtung Gesundheitsreform einzuleiten. Eine regelmäßig stattfindende “Generaluntersuchung” durch verschiedene Fachärzte könnte die meisten Folgeerscheinungen und Erkrankungen rechtzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten. Diese Untersuchungen wären sinnvoll für die Augen, Zähne, Lunge und für den Haltungsaparat, also vom Nacken bis zu den Füßen. Wichtig ist, dass solche Untersuchungen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, weil die Kinder noch im Wachstum sind und weil durch die veränderten Gegebenheiten Veränderungen auftreten können.

Bezüglich der Fußgesundheit zeigen die Erfahrungen, dass erst dann auf die Füße des Nachwuchses geschaut wird, wenn das Kind über Schmerzen klagt. Kinderfüße funktionieren in der Regel schmerzfrei. Selbst ein stark ausgeprägter Knick-/Senkfuß oder ein zu kleiner Schuh verursacht keine für das Kind spürbaren Probleme

5-10 Jährige Kinder mit Fußproblemen

Mit sechs bis zehn Jahren “darf” das Kind einen leichten Knick-/Senkfuß haben, der bis zum zwölften Lebensjahr durch Gymnastikspiele und regelmäßiges Barfußlaufen therapiert werden kann. Wird ein aktiver Sport betrieben, der die Füße außergewöhnlich stark beansprucht, sind zusätzlich Sporteinlagen zu empfehlen. Ist der Fußverfall schwerwiegender, reichen diese Maßnahmen allein nicht mehr aus.

Auch ein leichter Innengang ist in diesem Alter nicht besonders schädlich, weil die Knochen noch recht weich sind. Weil das Gangverhalten im Gehirn gesteuert wird, sollte man frühzeitig damit beginnen, dem Kind einen anderen Gangstil anzugewöhnen. Ist der Innengang soweit ausgeprägt, dass es so ausschaut als würde das Kind über die eigenen Zehen stolpern wollen, sollte über konservative Gegenmaßnahmen nachgedacht werden. Je nach dem, ob auch ein Senk- oder Knickfuß zu beobachten ist, werden entweder Abrollhilfen in oder unter die Schuhe eingesetzt, oder man verwendet direkt Einlagen, die schnell die Probleme auf einen Schlag beseitigen. Aber auch hier gilt, dass die Einlagen speziell nach dem Gangbild und dem Fußverfall hergestellt werden und dass zusätzlich Fußgymnastik betrieben werden muss.

10-14 Jährige Kinder mit Fußproblemen

Sie fragen sich eventuell, warum so viele Einlagen angefertigt wurden, weil Sie selbst die Erfahrungen gemacht haben, dass zu einem Paar Einlagen bestenfalls ein Paar Zurichtungen für Sandalen verordnet werden. Diese Frage ist schnell beantwortet.

Kinder wechseln zum Sportunterricht ihre Einlagen aus den Straßenschuhen nicht in ihre Sportschuhe. Die anderen Schüler könnten das sehen und das wäre zu peinlich. Fazit: Die Einlagen werden nicht permanent getragen und das Fußgewölbe würde wieder einsinken.

Würde man dem Fußverfall mit einer zu weichen Einlage begegnen, würde sich das Gewölbe nicht den erforderlichen Gegendruck erhalten. Nimmt man nur eine Korrektureinlage, wird das Gewölbe zwar geprägt, aber die wichtigen Anreize für die Muskulatur bleiben aus. Bei dieser Gelegenheit möchte ich wiederholen, dass man im Volksmund bei Senk- und Plattfüßen zwar von einer Krankheit spricht. Tatsächlich handelt es sich jedoch um reine Schwächen der Muskulatur. Therapiert man diese nicht oder nur unzureichend, sind Erkrankungen eine Folge, die aber in der Regel erst nach vielen Jahren auftritt.

14-20 Jährige Heranwachsende mit Fußproblemen

Die Schulzeit geht vorbei und der Einstieg in das Berufsleben stellt die Leistungsfähigkeit der Füße in vielen Berufen an die Belastungsgrenze. In den Steh- oder Laufberufen ist es nicht außergewöhnlich, dass der junge Mensch mit einem mal täglich rund 10 Stunden auf den Füßen steht. Die Muskulatur muss sich an diese Belastungen gewöhnen. Ist der Fuß bereits im Vorfeld gesund und kräftig, kommt es nur selten zu Problemen,- geeignete Schuhe vorausgesetzt.

Ein ganz leichter Senkfuß kann allerdings schon nach wenigen Monaten zum Plattfuß oder/und zum Knickfuß führen. Man nennt diesen plötzlich eintretenden Fußverfall auch Lehrlingsplattfuß. In diesem Fall ist das Längsgewölbe und das Quergewölbe gleichfalls vom Einfall betroffen. Hinter der Ferse erkennt man, dass das Fußgewölbe nicht mehr steil ansteigend ist, sondern den Boden berührt. Das Quergewölbe ist absolut durchgetreten (vergleiche Foto oben und unten). Diese Aufnahmen sind drei Monate nach der Arbeitsaufnahme des jungen Mannes entstanden. Als angehender Einzelhandelskaufmann wurden die Füße wesentlich stärker belastet als zuvor. Diese Belastung konnten die ursprünglich ganz leicht vorhandenen Senkfüße nicht auffangen, bzw. die Fußmuskulatur hat plötzlich vollkommen versagt.

Mit leicht geformten Stratos Einlagen wurden die Füße leicht aufgerichtet und sechs Wochen später wurden korrigierende goPlexi- Einlagen (Foto) angefertigt, die den Fuß in seiner natürlichen Sollform halten. Damit ist der Fuß im Arbeitstag bestens gestützt und Abnutzungserscheinungen im Skelett sind nicht mehr möglich.

Die Stratos Einlagen, die Anfangs zur Eingewöhnung geformt wurden, sind inzwischen ebenfalls analog eines gesunden Fußgewölbes umgeformt worden. Im Beruf werden nun Plexi-Einlagen getragen und in der Freizeit die etwas nachgiebigeren goStratos Einlagen, die fast identisch der gesunden Fußmuskulatur stützen und federn. Zusätzlich wurden Überkorrigierende Einlagen in die Hausschuhe eingebaut.

In etwa zwei Jahren werden für den Berufsalltag einfache Einlagen ausreichen. Eventuell kann dann in der Freizeit ganz auf Einlagen verzichtet werden,- vorab kann man diese Entwicklung jedoch nur einschätzen.