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Fußgesundheit und junge Menschen

Für alle verantwortungsbewussten Eltern ist es unverzichtbar zu wissen, wie es sich mit der Entwicklung der Füße und Beine der Kinder verhält.

Wenn so mancher Kinderarzt oder gar Orthopäde etwa beim schwerwiegenden Knick-/Senkfuß Ihnen erzählen will, dass sich sowas von alleine verwächst oder auswächst, dann ist es für Sie und Ihr Kind hilfreich, wenn Sie direkt bestens vorbereitet sind. Nur so können Sie so manchen Arzt dazu bewegen, sich mehr mit dem Problem zu befassen.

Viele Orthopäden sind dankbar darüber, wenn bereits eine genaue Anamnese vorliegt und sie den Inhalt nur auf das Rezept übertragen müssen. Schließlich ist nicht jeder Facharzt für Orthopädie auch ein Fachmann für Füße, Beine und das Gangbild.

Sport im Verein ist gesund, festigt soziale Kompetenz und ist somit gut für jedes Kind und jeden Jugendlichen. So oder ähnlich lesen sich die Mitgliedswerbungen von Sportvereinen und Empfehlungen der Politiker. Tatsächlich ist es aber schon seit Jahren zur bitteren Realität geworden, dass sich insbesondere Kinder und Jugendliche, die sich noch im Wachstum befinden, ausgerechnet im “gesunden” Sport, wie etwa beim Fuß- oder Handball, erhebliche Fuß,- Knie- und Hüftschäden zuziehen, unter denen sie ein Leben lang zu leiden haben.

Dabei erkennt man bereits beim Einlaufen auf das Spielfeld, wie viele Sportler schwerwiegende Fuß- und Beinstatikprobleme haben oder bekommen werden!

In nahezu allen Lauf- und Stehberufen beklagen Arbeitgeber mehr oder weniger häufig über Krankschreibungen wegen Knie- und Rückenprobleme. Kleinbetrieben kann eine vermehrte Anzahl von Krankschreibungen schon zum Rande der Existenznot führen. Großbetriebe geben in Deutschland jährlich Millardenbeträge für Lohnfortzahlungen aus.

Dabei ist es so einfach, vor der Einstellung des Arbeitnehmers oder auch nach erfolgter Einstellung, alle Risikofaktoren, die zu einer Fuß- und Beinerkrankung führen, auszuschließen.

Früher waren derartige Voruntersuchungen die Normalität und dementsprechend sparten die Arbeitgeber unter dem Strich wahnsinnig Geld ein.

Vor allem Kinderärzten liegt die Entwicklung des Bewegungsaparates in den Händen der Eltern, die ihrem Arzt vertrauen. Das ist bekanntlich die Mehrheit.

Es kommt jedoch immer wieder zu Fehleinschätzungen, die auf ein nicht vorhandenenes Wissen in der Diagnostik zurück zu führen sind. Orthopäden bekommen von den ges. Krankenkassen nicht mehr die für eine ordentliche Fuß- und Beinstatikuntersuchung honoriert, was dazu führt, dass sogar Kinder mit starken Knickfüßen und einer schiefen Beinstatik die heute (leider) üblichen Weichschaumeinlagen verordnet bekommen, die beim Knickfuß häufig wirkungsneutral sind oder gar größere Schäden anrichten. Gerne fällt man auch auf die Werbung für sensomotorische bzw. propiozeptive Einlagen herein, die letztendlich fast immer nur dem Sanitätshaus bzw. dem Orthopädie- Schuhtechnikbetrieb einen Nuten bringen,- wenn auch “nur” einen wirtschaftlichen.

Physiotherapeuten veranstalten ihr Gymnastikprogramm nach dem bekannten Grundlagen ihres Lehrbuchs. Gerne wird Eltern dazu geraten, dass Korrektureinlagen weg gelassen werden sollen, weil zu stabile Einlagen angeblich dazu führen, dass die Muskulatur erschlafft. Oft wird überhaupt nicht darüber nachgedacht, dass die Aussagen vollkommener Unfug sind,- etwa wenn eine nicht vorhandene Muskelkraft dazu führt, dass die gesamte Beinachse durch den schwachen Fuß ins wanken gerät und man die späteren Knieprobleme schon bei jedem Schritt des Patienten erahnen kann.